Archive for August, 2010

Das Tagebuch eines SCII-Spielers #2

Angreifen oder verteidigen? Schnell zum Gegner und zerstören was man kann, bevor er einen vernichtend schlägt – oder doch Schildkröte spielen, bis man bereit ist? Die meisten neuen SCII-Spieler vertrauen auf letztere Taktik, schlichtweg weil es ihnen noch an Mut und Erfahrung fehlt. Eigentlich kann man ihnen das kaum übelnehmen, denn selbst die ganz großen SCII eSport-Pros haben irgendwann einmal klein angefangen – als Schildkröte. Heute möchte ich euch deshalb einige praktische Tipps geben, auf dass ihr euch in ein furchteinflößenderes Tier als eine langsame Amphibie verwandeln möget.

1.)    Verschließt den Eingang der Basis mit Gebäuden. Sowohl Terraner als auch Protoss  sind hierzu fähig, wobei Terraner hier wegen einziehbarer Depots den klaren Vorteil haben.  Der Gegner kann euch nicht mehr wirklich überraschen, während ihr euch ein kleines bisschen sicherer fühlen könnt.

2.)    Wappnet euch gegen Reaper und Banshees, wenn ihr gegen einen Terraner spielt. Nichts ist nerviger als (meistens) zwei verdammte Schmeißfliegen die plötzlich eure Arbeiter  umbringen – oder noch schlimmer, ein einziger unsichtbarer Flieger gegen den ihr genau überhaupt nichts ausrichten könnt, bis ihr einen Detector euer Eigen nennt.
3.)    Wenn schon Schildkröte, dann wenigstens Schnappschildkröte. Platziert eure Verteidigungstürme an strategisch intelligenten Punkten – sprich, auf jeden Fall dort wo ihr einen Angriff erwartet.

4.)    Echsen. Gut, okay, nicht die schuppige Variante, sondern ein SCII-Fachwort: exen. Schnappt euch eine neue Basis, sobald ihr merkt dass eure in der Anfangs-Basis abbaubaren Ressourcen nicht mehr für den Rest des Spiels ausreichen. Nichts ist schlimmer als die Option auf aberhunderte fantastische Einheiten, mit denen ihr rein theoretisch die gegnerische Flut nochmal abwehren könntet, aber keine Mineralien mehr zu haben, um eben jene zu bauen.

5.)    Und zu guter Letzt: Werft euren Panzer ab, und werdet zum mächtigen T-Rex. Beweist Mut und traut euch, zeitig anzugreifen. Selbst wenn dieser Angriff dann nicht hingehaut hat, so haben eure Arbeiter in der Zwischenzeit genug Mineralien und Gas abgebaut, um praktisch sofort eine neue Armee zu bauen – ganz zu schweigen davon, dass ihr die Nummer gegnerischer Einheiten hoffentlich dezimieren konntet.  Und für den Fall, dass ihr es geschafft habt einen Rush abzuwehren, wartet nicht ab und stürmt sofort los, noch bevor sich euer Gegner erholen kann.

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Medienpädagogisches auf der gamescom

Halle 9 stand auf der gamescom ganz im Zeichen des eSports, aber neben hitzigen Gefechten gab es dort auch allerhand wertvolles für die Eltern junger eSportler zu sehen, wie beispielsweise play2gether, ein Projekt welches die Grenzen zwischen Eltern und Kindern in Sachen Gaming niederreissen soll, frei nach dem Motto “Schau hin, frag nach, spiel mit.” Mehr Informationen zu play2gether gibt es hier. Auch “watch your Game” war vertreten, ein Projekt rund um den Jugendschutz in Sachen Computerspielen – aber auch eine Eltern-LAN (Man setze ältere Semester vor PCs und erkläre ihnen was es mit der Faszination mit Videospielen ihrer Kinder auf sich hat.) konnte in Halle 9 gefunden werden. Kurzum, die gamescom hatte mehr als nur durchschnittlichen eSport zu bieten.

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gamescom: eSport-Europameister bekannt!

Asien, Amerika und Europa – die absoluten Champions dieser drei Kontinente prügelten sich dieses Jahr auf der gamescom im Köln um die ultimativen Titel in der Global Challenge der Intel Extreme Masters. In Sachen StarCraft II, dass nebenbei bemerkt sein erstes wirklich professionelles Debüt dort hatte, holte Carl Stefan Andersson aka “MorroW” den Sieg ins frostige Schweden, während bei Quake Live Marcel Paul aka “k1llsen” klar seinen Heimvorteil als Deutscher ausnutze, und die Arena als Sieger verließ.

Insegsamt 120,000 Euro lockten als Preisgeld beim ASUS European Championship rund um Counter Strike: Source, die sich letzten Endes ein britisches Team schnappen konnte.

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Major League Gaming in Raleigh

In North Carolina ging es dieses Wochenende beim Major League Gaming Pro Circuit in Raleigh zur Sache. Die Disziplinen waren Halo 3, Super Smash Bros Brawl, World of Warcraft – und zum ersten mal auch StarCraft II. Somit war das riesige Event natürlich nicht nur auf die Schlachtfelder der PCs beschränkt, sondern konnte auch Konsolen-Fans begeistern. Die kompletten Ergebnisse können hier bestaunt werden, und unterhalb könnt ihr sehen mit wieviel Enthusiasmus die Jungs aus Übersee an so ein eSport-Event herangehen. Wirklich beneidenswert!

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Das Tagebuch eines SCII-Spielers #1

Wenn man so könnte wie man wollen würde, dann wäre man fähig Berge zu versetzen. So oder so ähnlich muss wohl der inoffizielle Leitspruch von Blizzards Battle.net lauten, denn die Leute die einem das Matchmaking bei StarCraft II teilweise vor die Nase setzt sind ein Witz. Ein sehr depressiv machender, irrsinnig gut spielender Witz.

Aber ich beginne wohl besser am Anfang: Wenn man StarCraft II online spielen möchte, dann hat man in jeder Liga, von Solo bis 6vs6, fünf Platzierungs-Matches offen, die einen dann in so einer Liga platzieren. Von Bronze bis Diamant, von den blutigen Anfängern bis hin zu der absoluten Elite, ist wirklich alles dabei. Wenn man dann mal seinen festen Platz in einer der Ligen (Bronze, wie ich in meinem Fall zugeben muss) eingenommen hat, dann versucht Battle.nets Matchmaking-System Gegner von ungefähr gleichem Skill auszuwählen.  Das klingt alles sehr ausgeglichen und gut balanciert – ist es aber bei weitem nicht.

Auf jedes paar Bronze- bzw Silber-Gegner gegen den ich und mein Verbündeter in den Boden stampfen, gibt es mindestens drei Platin-Spezialisten die uns Battle.net gleich danach auf den Hals hetzt. Natürlich kann es auch sein dass ich tatsächlich ein so exzellenter SCII-Spieler bin und deshalb nur Leute aus der Platin-Liga eine Chance gegen mich haben… aber meine Statistiken singen ein ganz anderes Lied. Zum Glück verliert man wenigstens nicht allzuviele Punkte durch eine Niederlage, aber irgendwo geht der Spaß flöten. Der Spaß, und die Motivation weiterzumachen, wenn man knapp nach dem Bau seines ersten Gebäudes auch schon den Gegner in seiner Basis findet – da er sein Lager direkt vor dem einzigen Eingang aufgeschlagen hat.

Aber wie soll man lernen, wenn nicht durch Verluste? Dennoch, wenn sie weniger erniedrigend wären, dann würden vermutlich mehr aufstrebende eSportler durchhalten.  Wenn man so könnte wie man wollen würde…

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Erster SCII-Name Change gratis, alle weiteren nicht

Wie wichtig ist des eSportlers Name? Nun, unbezahlbar. Sein Ruf und seine Identität haben kaum etwas mit seinem bei der Geburt gegebenen Namen zu tun, sondern viel mehr dem Nickname den er selbst erwählt hat. Vom schnell vergessenen Supersniper15 bis hin zum legendären  TLO, Hans-Dietrich Müller sagt trotzdem keinem Sponsor oder Fan etwas.

Blizzard ist diese Tatsache anscheinend sehrwohl klar, und so werden sie schon bald einen Name Change-Service für ihren RTS-Kassenschlager StarCraft II anbieten. Allerdings ist nur das erste Benutzen dieses Services gratis, denn für jedes weitere Mal verlangt Blizzard Geld. Die genaue Summe ist noch nicht bekannt, aber speziell eSportler die ihren Clan wechseln werden dieses Service entweder lieben oder hassen, je nachdem wieviele ihre Geldbörsen wiegen. Dennoch, ein Marketingtriumph seitens Blizzard.

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Das Tagebuch eines SCII-Spielers #0

Es ist überwältigend. Die meisten RTS-Spieler erleben nach ihrem Release eine kurze Phase in der sie massiv und ohne Rücksicht auf Verluste gespielt werden, nur um dann rasch abzubauen. Auf SCII trifft dieses Klischee, ganz wie es sich die Spieler erhofft, die Journalisten erwartet  und es die Hersteller schon lange gewusst haben, natürlich nicht zu. Selbstverständlich will man (man lese, “ich”) da jetzt auch mitmischen – zwar wohl wissend, dass man gegen die südkoreanische Elite nie etwas ausrichten können wird, aber dennoch voller Tatendrang. Frei nach dem Motto: “Was die können, dass kann ich schon lange, mit verbundenen Augen, und während ich nebenbei ‘Krieg und Frieden’ zitiere.”!

Wenn es doch nur so einfach wäre. Blizzard hat seinen nach Skill-unterteilenden Laddern einen fabelhaften Job geleistet, aber dank der Tatsache dass sich Teil 2 praktisch wie Teil 1 auf Steroiden und mit Chromfelgen spielt, haben wahre eSport-Neulinge nur geringe Chancen auf wahres Training gegen zufällige Online-Gegner, bevor einen vor lauter Verlieren die Unlust packt. Es empfiehlt sich also die Schlachtfelder im Koprulu-Sektor mit Freunden, oder noch besser, gegen Freunde zu besuchen. Die beste Option wäre natürlich jemand, der schon genug Siege errungen hat um seine Weisheiten mit dem neuen Padawan teilen zu können. Blutiger Anfänger sollten sich keinesfalls zu ihresgleichen gesellen. Zumindest nicht, wenn sie vorhaben, irgendwann aktiv bei SCII-Matches als vielgerühmter eSportler einen Namen für sich zu machen. Wenn es nur um den Spaß geht, sieht die Sache natürlich gleich völlig anders aus. StarCraft II im eSport ist alles andere als ein Kinderspiel, aber gerade dass macht es nach so vielen Jahren immer noch so attraktiv. Aber um die Spitze der Ladder zu erklimmen, muss man nunmal gnadenlos sein.

Dennoch, oder gerade eben deswegen, wird sich dieser Blog in das Online-Getümmel stürzen, um zu schauen wie weit man mit minimaler Erfahrung aber schier endloser Motivation kommen kann.

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Das European Warcraft Invitational in Köln!

Dieses Wochenende fand in Köln, Deutschland, das European Warcraft Invitational statt – ein von Blizzard höchstselbst veranstaltetes Turnier um die besten europäischen Warcraft III: The Frozen Throne und World of Warcraft Arena-Teams zu finden. Den Gewinnern winkte ein Trip zur BlizzCon in Kalifornien, um gegen die dortigen Finalisten anzutreten. Die wirklichen Stars der Show waren allerdings TLO udn MaDFroG, zwei herrausragende StarCraft II-Spieler, welche für die Besucher ein Showmatch sondergleichen auf die Beine stellten.

Im WCIII: TFT-Finale lieferten sich Grubby (Orcs)  und Happy (Untote) ein adrenalintreibendes Gefecht, aus dem letzten Endes Grubby siegreich hervorging.
In Sachen World of Warcraft-Arena konnte das französiche Team *aAa* den Sieg mit einem 3:1 davontragen. Ihre Gegner, LightZ CaMerA ActioN, machten zwar vom gleichen Klassen-Setup Gebrauch, unterlagen jedoch den raffinierten Taktiken der französischen eSPortler.

Das Invitational selbst hatte es ebenfalls in sich – im KOMED konnte man auf zwei Stöcken entweder den genialen Matches fröhnen, oder WoW:Cataclysm und StarCraft II ausprobieren. Die wirklich gewieften eSpotler nutzten diese einmalige Gelegenheit um mit den Champions ins Gespräch zu kommen, auf dass ihre Idole ihnen bei ihren Strategien, Buildordern und Arenataktiken Tipps geben konnten. Kein Vergleich zur BlizzCon versteht sich, aber das Invitational war allemal einen Besuch wert.

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Wenn eSportler zurückschlagen!

Kaneohe, Hawaii. Drei maskierte Jugendliche überfallen ein Gaming Café, schlagen auf den Inhaber ein, und verlangen auch noch von allen neun Kunden, dass sie ihnen all ihr Geld geben. Das Ganze geht auch relativ glatt über die Bühne, bis sie versuchen einem der Kunden seinen DS wegzunehmen – der sich daraufhin mit geballten Fäusten zur Wehr setzt. Das inspiriert die restlichen der anwesenden Gamer, die sich daraufhin in eSportler-Manier auf die drei Einbrecher stürzen, und sie sogar erfolgreich in die Flucht schlagen.

Quelle: Kotaku

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