Archive for September, 2010

Der große StarCraft II eSport-Patch

… ist in der Arbeit. In den geheiligten Hallen der großen Blauen, aka Blizzard, werkelt man gerade munter an einem ersten großen Balancing-Patch namens 1.2, der vor allem 2on2-Matches (und höher) beeinflussen soll, die 1on1-Partien aber weitestgehend unangetastet lassen wird. Wie die meisten SCII-eSportler mittlerweile schon wissen, sind die Zerg derzeit die am wenigsten gespielte Rasse. Das liegt laut Lead Producer Chris Sigaty nicht etwa daran dass sie völlig unbalanced sind, sondern schlichtweg zu schwierig zu spielen. Wie Quantenphysik in den Händen eines 3-jährigen, wie ich ganz gerne zu sagen pflege. Welche wirklich großen Änderungen mit 1.2 in die Welt des SCII-eSports kommen werden, wird aber erst angekündigt.

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Der WCG 2010 Grand Finals-Live Stream

Wer die WCG-Finals live mitverfolgen möchte, der kann dies auf der offiziellen Seite tun. Alles was dafür benötigt wird ist das herunterladen von RayV, und ein gesundes Maß an Toleranz für den Low-Def Modus des Streams. Für die beiden besseren Qualitäten darf man nämlich blechen – 1 Tag 9,95 $ und das volle Event (bis zum 3. Oktober) 29,95 $.  Wer echten eSport aus (wenn auch übertragener) nächste Nähe mitbekommen möchte, mit all dem wilden Gejubel der Fans und den bitteren Tränen der Besiegten, der sollte sich den Stream auf keinen Fall entgehen lassen.

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World Cyber Games – die Grand Finals in LA!

Vom 30. September bis zum 3. Oktober finden in Los Angeles, Kalifornien, die Grand Finals der World Cyber Games statt. Auf dem PC werden die besten eSportler der Welt in Counter Strike, FIFA 10, StarCraft, TrackMania, Warcraft III und Carom 3D. Auf der Xbox 360  darf bei Forza Motorsport 3, Guitar Hero 5 und Tekken 6 um die heißbegehrten Titel und das üppige Preisgeld gekämpft werden.

Die offizielle Seite mit all den wichtigsten Infos könnt ihr hier finden, während eine Übersicht der offiziellen Disziplinen und deren spezifischen Regeln hier gefunden werden können. Für eSportler rund um den Globus sind die WCG Finals das Event des Jahres. Sie zu verpassen käme einem Sakrileg gleich!

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Das Tagebuch eines SCII-Spielers #Sonderausgabe

Ladies, gentlemen und versammelte Protoss – manchmal muss man einen Augenblick innehalten, tief Luft holen und die generelle Gerechtigkeit des Universums anzweifeln. Im letzten Tagebuch-Eintrag hatte ich ja das große Vergnügen kurz ein paar der dreckigsten Taktiken zum umreißen, bloß habe ich dabei auf eine winzige Strategie vergessen. Aus einer Vielzahl von Gründen  kommt  sie jedoch kaum je zum Einsatz, aber wenn sie dann doch funktioniert, dann ist es umso erniedrigender für den Verlierer.  Um welche Taktik es sich handelt? Der Arbeiter-Rush. Mit den anfänglichen fünfzig Mineralien wird vielleicht noch eine zusätzliche Drohne gebaut, aber im Prinzip macht man nichts anderes außer die gegnerisches Arbeiter zu attackieren – wobei man natürlich selber möglichst wenige Arbeiter verlieren sollte. So dass geklappt hat, nimmt man sich hinterher dann das Haupthaus vor.

Jetzt werden sich vielleicht einige Leute zu guter Recht fragen, wieso jene Taktik ihren eigenen Tagebucheintrag verdient hat. Die Antwort hierauf ist ebenso erschreckend wie ernüchternd: Ich habe das ultimative Monster des Battle.nets gefunden. Ein Spieler, der im 1on1 nichts anderes als diese Taktik macht. Sicher, er verliert circa die Hälfte seiner Matches, aber er hat genug Erfolg damit um (beinahe) sämtliche Avatare freigeschaltet zu haben. Tassadar, die Queen of Blades, die Dunkle Stimme und Nova. Letztere beide fehlen ihm zwar noch, aber die Vorstufen kann er schon sein Eigen nennen. Ich gebe zu bedenken dass Tassadar allein schon 1000 Protoss-Wins voraussetzt. Unglaublich! Innerhalb von zehn Minuten gehen sich so gut und gerne drei bis vier Matches aus. Sonderlich hoch steigt man in der Liga mit solch einer Taktik jedoch nicht – die Verlustrate ist viel zu groß.

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StarCraft II Video-Jockeys!

Wie wird man ein besserer eSportler? Übung, Übung und dann noch ein bisschen mehr Übung. Was allerdings ebenfalls erheblich dazu beitragen kann, zukünftige Niederlagen in glorreiche Siege umzuwandeln, ist das studieren des Gegners. Schon Sun Tzu wusste von dieser Tatsache zu berichten, weshalb ich euch drei enorm talentierte und beliebte, sowie (beinahe) täglich updatende Kommentatoren von SCII-Matches vorstellen möchte:

Husky und HDstarcraft teilen sich ihre Seite, posten ihre Videos allerdings auf zwei unterschiedlichen YouTube-Accounts. Wie der Name des letzteren schon sagt, werden seine Videos ausschließlich in High-Def gepostet, so dass die Vids auf Fullscreen schauen zum reinsten Augenschmaus wird. H to the s-ky Husky, wie er sich selbst gerne bezeichnet, punktet hingegen mit seinem Enthusiasmus und den wirklich außergewöhnlichen Matches, die er regelmäßig hervorkramt.
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Zu guter Letzt wäre da noch Sean Plott aka Day[9], der sich täglich erneut aufrafft um fröhlich grinsend mindestens ein Match zu kommentieren – und dass auch noch obendrein mit echtem Entertainment-Faktor. Außerdem organisiert er dann und wann auch Turniere. Zuschauen lohnt sich.
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Das Tagebuch eines SCII-Spielers #4

Es gibt viele Taktiken die einen StarCraft II-Spieler zur Weißglut bringen – alteingesessene, beinahe schon legendäre Moves die einen Sieg beinahe garantieren, wenn der Gegner nicht damit rechnet und sich rechtzeitig darauf vorbereitet. Der amerikanische Fachausdruck hierfür ist „cheesing“. Wieso die Amis gerade Käse mit jenen Dingen assoziieren ist zwar nicht ganz klar, aber fest steht auf jeden Fall dass die folgenden Taktiken billig, dreckig und enorm wirksam sind:

Protoss-Towern:
Wenn es ein gegnerischer Protoss-Arbeiter früh genug in irgendeine dunkle Ecke eurer Basis schafft und dort munter sowie weitestgehend unbehelligt  eine Pylone herbeiteleportiert, sowie dann noch ein paar Photonen-Kanonen hinzufügt, könnt ihr eigentlich schon aus dem Spiel gehen. Die Kanonen killen frühe Einheiten und Arbeiter völlig  mühelos – und wenn dann erstmal mehrere Kanonen dortstehen, die dann irgendwann in Reichweite eures Haupthauses sind, ist das Spiel erst recht gelaufen.

Zerg-Towern:
Da die Zerg auf ihren Creep – die schleimige Masse die das Spielfeld rund um ihr Haupthaus bedeckt – angewiesen sind, um ihre Gebäude zu mutieren, haben sie es denkbar schwer Türme in die Basis des Gegners zu schmuggeln. Es sei denn, dieser spielt ebenfalls als Zerg.

Proxy:
Was entfernt nach einem ganz bösen Fehler in der Matrix klingt entpuppt sich als nichts anderes, als schlichtes aufbauen in der feindlichen Basis. Statt Türmen pflanzt man als Protoss eben Kasernen dorthin – nach Belieben kann man selbstverständlich auch ein paar Türme hinstellen. Die Terraner fliegen ganz gerne gleich mit ihren gesamten Kasernen zum Gegner, um dort fröhlich Space Marines zu produzieren.

Früher Basiswechsel:
Dass Terraner mit beinahe allen ihren Gebäuden abheben und sich anderswo wieder niederlassen können, dürften selbst blutige Anfänger von der Singleplayer-Kampagne her kennen. Nicht selten will man das feindliche Haupthaus auseinandernehmen, nur um seine Einheiten letzten Endes auf ein völlig verlassenes Plateau zu schicken. Das garantiert zwar keinen frühen Win – aber wenn man sein Haupthaus dann in der gegnerischen Basis absetzt und dort zum Orbitalen Geschütz ausbaut, darf man mit einer gewaltigen Schimpftirade seitens des Gegners rechnen. Das funktioniert allerdings nur wenn man als Terraner gegen einen Protoss spielt, sowie die Basis regelmäßig repariert.

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Die Finalisten der Game City!

Kaum hat man auf der Game City Ruhm und Ehre auf den heiligen Feldern des eSports errungen, und schon sitzt man in der Maschine zu den Finals in Los Angeles – Glanz und Glamour im Leben eines eSportlers: Die Sieger der National Finals der World Cyber Games durften gleich am Tag nach ihrem triumphalen Sieg in die Stadt der Engel aufbrechen, um dort um ein Preisgeld von 500,000 Dollar zu spielen. Die glücklichen Gewinner der vier Disziplinen könnt ihr unterhalb bestaunen:

Die National Finals Gewinner der WCG:
FIFA10: Markus „Gimli“ Knopp
Trackmania: Peter „Pezi“ Strele
Guitar Hero 5: Ewald „Spazikof” Gutmann
Forza Motorsport 3: Alfred „Gamie“ Wildauer

Die Gewinner der Österreichischen Staatsmeisterschaft dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen – auch wenn sie den großen Teich gerade nicht überqueren, und sich stattdessen vermutlich nur in heimischen Gefilden an ihren 15 Minuten Ruhm erfreuen können:

Guitar Hero 5: Ewald „Spatzikoff“ Gutmann
Forza Motorsport 3: Alfred „Gamie“ Wildauer
Halo Wars: Wolfgang „Mari4ne“ Schneider
Tekken 6: Christopher „Ninjatoo“ Petrosino
FIFA 10: Andreas „Typisch Andy“ Leitner
Call of Duty MW2: Team plan-B

Die Game City selbst war auch dieses Jahr erneut ein Renner bei den Gamern Wiens, und nicht selten konnte man sogar kärtnerische oder steirische Akkzente in der Menge hören. Bleibt nur zu hoffen, dass nächstes Jahr ein ebenso großer Erfolg wird!

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eSport auf der Game City!

Die Game City gibt es ja mittlerweile schon das vierte Jahr, eine Messe der Stadt Wien für alle Gamer, aber auch eSportler unter ihren Bürgern. Freitag und Samstag gab es reichlich FIFA 10, TrackMania Nations Forever, Guitar Hero 5 und Forza Motorsport in den österreichischen Finalspielen der WCG, der World Cyber Games, zu sehen. Sage und schreibe 500,000 Dollar winken dem Sieger des internationalen Finales in Los Angeles, für dass sich die Gewinner der verschiedenen Matches der vergangenen zwei Tage nunmehr qualifiziert haben.

Diesen Sonntag gibt es für Interessierte natürlich noch die Staatsmeisterschaft der Konsolen zu bewundern, in den Disziplinen Call of Duty: Modern Warfare 2, Halo Wars, Forza 3, FIFA 10, Tekken 6 und Guitar Hero 5 – allesamt organisiert vom esvö, dem eSport Verband Österreich. Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall, da sich die Schlachten um den Titel des Staatsmeisters von 9 Uhr früh bis bis 18:30 ziehen werden. Zuschauer und eSportler kommen gleichermaßen auf ihre (bei der Game City zum Glück nicht vorhandenen) Kosten!

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eSport auf Eurosport!

Von den Schatten ins Licht – was in Südkorea schon längst Alltag ist, dass soll bald auch europäische eSportler Freude bereiten: eSport im Fernsehen, bei uns allerdings auf Eurosport 2. Der (wenn auch leider verschlüsselte) Sender hat sich bereit erklärt, die fünften Intel Extreme Masters auszustrahlen. Das Ganze beginnt ab Oktober mit einem Live-Event in Shanghai und endet im März 2011 beim World Championship im schönen Hannover.

Welche Folgen hat das für den eSport in Europa selbst? Nun, durch den Flimmerkasten lassen sich bekanntlich mehr Menschen erreichen – tausende neue Fans und potentielle neue eSportler, die daraufhin hoffentlich die Szene berreichern werden. Und wer weiß, wenn die Einschaltquoten hoch genug sind, dann gibt es vielleicht schon bald viel mehr eSport im Fernsehen zu sehen, wenn nicht sogar einen eigenen Sender ausschließlich dafür. Seitdem GIGA Games aufgehört hat zu senden, gab es schlicht und ergreifend kaum bis gar keinen eSport mehr im TV. Wäre doch phänomenal, wenn sich dass hierdurch ändern würde.

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Das Tagebuch eines SCII-Spielers #3

Bronze, Silber, Gold, Platin und Diamant – dass sind die fünf Sprossen auf der Leiter zum SCII eSport-Erfolg. Wie schon erwähnt durchläuft man anfangs (nach seinen optionalen 50 Trainingsspielen) insgesamt fünf Probespiele, die festlegen in welcher Liga man für den Ruhm der Protoss, Zerg oder Terraner in die Schlacht ziehen wird. Je mehr Spiele man gewinnt, desto mehr Punkte verdient man sich – und je mehr Punkte man hat, desto höher ist der Rang den man in seiner Division hat. Wenn man es dann auch noch schafft, den ersten Platz in seiner Division lange genug gegen die Team-eigenen Kontrahenten zu verteidigen, kann man damit rechnen irgendwann in eine bessere Liga aufzusteigen. Manche Leute brauchen für den Sprung von Bronze auf Silber nur eine Handvoll Matches  – andere, wie meinen Waffenbruder und meine Wenigkeit… 100 Matches. An dieser Stelle würde ich ganz gerne eine Textstelle von der Rückseite der im Handel erhältlichen StarCraft II-Spielbox zitieren:

Führen Sie erbarmungslose Kriege gegen Ihre Freunde und Feinde im gesamten Battle.net. Egal, ob Sie zum ersten Mal online spielen oder ein Veteran mit Mehrspielererfahrung sind, die unübertroffene Gegnerzuweisungstechnologie des Battle.net stellt sicher, dass Sie sich immer in einem fairen Kampf wiederfinden.

Zwei Begriffe stechen einem hier besonders ins Auge: Unübertroffene Gegnerzuweisungstechnologie und fairer Kampf. Diese hundert Matches haben wir größtenteils damit verbracht, uns gegen übermächtige Platin- und Diamant-Gegner zu behaupten.  Hundert verdammte Spiele, die nun bei mir und meinem leidgeprüften Partner Vietnam-artige Flashbacks hervorrufen. Man möchte meinen, dass der Aufstieg von Silber auf Gold ebenso lang gedauert hätte, nicht wahr? Ganz im Gegenteil. Zehn müde Spiele später fanden wir uns in der Gold-Liga wieder. Battle.nets fantastische Gegnerzuweisungstechnologie überrascht den durchschnittlichen  SCII-Spieler (und ganz besonders mich) immer wieder.

Mittlerweile bin ich mir relativ sicher, dass die Gegnerzuweisungstechnologie im Prinzip nur ein glorifiziertes Riesenschaltpult in einem großen Käfig voller tollwütiger Affen ist. Das macht die Verzweiflung geringfügig einfacher zu ertragen.

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